Europäische Alternativen zu Google Fotos: Fotos sichern ohne eigenen Server

😎 Preisaktion
10% Rabatt auf alle Jahresabos von Trackboxx mit dem Code: tb10aktion
Inhaltsübersicht

Google Photos is convenient, but it comes with a free quota that fills up and a US company that holds your pictures. This guide compares European and privacy-focused photo backup services you can use without setting up your own server, explains what you give up (and what you don’t) compared with Google, and shows how to move your library without losing dates and albums.

Kurz gesagt: Den einen Ersatz für Google Fotos gibt es nicht. Entscheide danach, was dir am wichtigsten ist:

  • End-to-end encryption with face recognition on your device: Ente. Note that Ente is incorporated in the US, with servers in Europe.
  • A company based in the EU: Internxt (Valencia, Spain), zero-knowledge encryption, no AI photo search.
  • Swiss jurisdiction and end-to-end encryption: Proton Drive.
  • Full control, but you run the server: Nextcloud with Memories, Immich or PhotoPrism (see the last section).

Bei den hier betrachteten Diensten läuft die KI-Suche entweder auf deinem Gerät oder wird gar nicht angeboten. Preise und kostenloser Speicher können sich ändern. Prüfe die aktuellen Angaben beim Anbieter, bevor du dich entscheidest. Die Angaben in diesem Ratgeber wurden zuletzt am 11. Oktober 2026 geprüft.

What Does “European” Mean for a Photo Service?

“European” can mean three different things, and they are not the same for your legal exposure:

  • Unternehmen mit Sitz in der EU: Das Unternehmen ist in der EU oder im EWR ansässig. Internxt nennt beispielsweise Valencia in Spanien als seinen Sitz.
  • Schweizer Unternehmen: Die Schweiz liegt in Europa, gehört aber nicht zur EU. Proton gibt an, seinen Hauptsitz in der Schweiz zu haben.
  • Hosting in der EU: Die Server stehen in Europa, das Unternehmen kann aber anderswo gegründet worden sein. Laut It’s FOSS, Ente Technologies, Inc. is incorporated in the US while its servers are in Europe.

Warum das relevant ist: Google hat seinen Hauptsitz in den USA. Nach dem US CLOUD Act (18 U.S.C. § 2713), a US provider may be required to disclose data in its possession, custody or control, even if the data is stored abroad. This does not automatically make Google Photos non-compliant with the GDPR, but it is a jurisdiction risk that some people and organizations want to avoid. The same question applies to every “EU-hosted” service: where is the company established, and who owns it?

Warum Menschen Google Fotos verlassen

  • Der kostenlose Speicher wird voll. Seit dem 1. Juni 2021 werden neue Uploads auf die 15 GB kostenlosen Speicher angerechnet, die sich die Dienste eines Google-Kontos teilen (CNBC). Ist der Speicher voll, musst du bezahlen oder Inhalte löschen.
  • Der geltende Rechtsraum. Wie oben beschrieben, ist das besonders relevant, wenn auf den Bildern Personen oder Kinder erkennbar sind oder die Fotos vertrauliche Geschäftsinhalte zeigen.
  • Bildanalyse in der Cloud. Damit der Dienst Gesichter gruppieren und Bildinhalte in der Cloud durchsuchen kann, muss er deine Bilder verarbeiten. Dabei können zusätzliche Metadaten entstehen.

Europäische Alternativen zu Google Fotos im Vergleich

The table lists what the providers state on their own pages. “Not stated” means the provider’s page does not say, not that the feature does not exist.

Dienst Unternehmen und Rechtsraum Speicherort der Daten Verschlüsselung Gesichtserkennung und KI-Suche Kostenloser Speicher Kostenpflichtige Tarife Import mit Google Takeout
Proton Drive Schweiz Keine Angabe auf der Fotoseite Ende-zu-Ende Keine Angabe 5 GB Bis zu 3 TB; Preise auf der Tarifseite des Anbieters Auf der Seite nicht beschrieben
Internxt Photos Valencia, Spanien (EU) „Europa und weitere Standorte weltweit“ Zero-Knowledge, Post-Quanten-Verschlüsselung Nicht angeboten; laut Internxt werden deine Fotos nicht für maschinelles Lernen verwendet Kostenloser Tarif vorhanden, Speicherumfang nicht angegeben Jahres- oder Lifetime-Tarif; Photos ist im Ultimate-Tarif mit 5 TB enthalten Keine Angabe
Ente Photos Ente Technologies, Inc., in den USA gegründet (laut It’s FOSS) Server in Europa (laut It’s FOSS); kostenpflichtige Tarife speichern drei verschlüsselte Kopien bei drei Cloud-Anbietern Ende-zu-Ende; von Cure53 und Symbolic Software geprüft Auf deinem Gerät; standardmäßig deaktiviert, du schaltest die Funktion ein 10 GB Zum Beispiel 50 GB für 2,99 US-Dollar im Monat Ja, über die Desktop-App, einschließlich Alben

Sources: the providers’ own pages (Proton, Internxt, Ente) und It’s FOSS. Zuletzt geprüft: 11. Oktober 2026.

Und die großen US-Dienste? Amazon Photos, Dropbox, iCloud und OneDrive haben alle ihren Hauptsitz in den USA. Sie können für dich passen, wenn Preis und Komfort wichtiger sind als der Rechtsraum. iCloud bietet eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung („Erweiterter Datenschutz“). Apple hat diese Funktion jedoch für Nutzer in Großbritannien zurückgezogen – im Jahr 2025.

Verschlüsselung und KI-Suche: Welche Kompromisse du eingehst

Bei serverseitiger Verschlüsselung verwaltet der Anbieter die Schlüssel. Dadurch kann er Gesichter in der Cloud gruppieren und Bildinhalte durchsuchen. Technisch kann er damit aber auch deine Dateien lesen.

Bei Ende-zu-Ende- oder Zero-Knowledge-Verschlüsselung liegen die Schlüssel nur bei dir. Der Anbieter kann deine Fotos nicht lesen und deshalb auch keine KI-Suche auf seinen Servern durchführen. Das heißt aber nicht, dass du ganz auf KI-Suche verzichten musst: Ente bietet beispielsweise Gesichtserkennung und Suche direkt auf deinem Gerät. Weg fallen die Funktionen, die eine Verarbeitung in der Cloud brauchen.

Practical consequence: if your library contains sensitive personal, medical, legal or business material, end-to-end encryption is the stronger choice. If you mostly want to type “beach 2019” and find the picture, check whether the service you pick offers search on the device.

So ziehst du deine Fotos von Google Fotos um

Ein Wechsel ist selten mit einem Klick erledigt. Mit dieser Reihenfolge gehst du sicherer vor:

  1. Mit Google Takeout exportieren. Wähle Google Fotos aus und lade alle Teile des Archivs herunter.
  2. Entpacke alle Teile in einen gemeinsamen Ordner. Takeout verteilt große Fotosammlungen auf mehrere Archive.
  3. Achte auf die JSON-Dateien. Takeout schreibt Datum, Standort, Beschreibung und die Zuordnung zu Alben nicht in die Fotodateien. Diese Angaben liegen in einer separaten JSON-Datei neben dem jeweiligen Foto. Das erläutert PixelUnion. Wenn du die Fotos ohne diese Daten bei einem anderen Dienst hochlädst, kann dieser falsche Datumsangaben und keine Standorte oder Alben anzeigen.
  4. Nutze einen Importer, der JSON-Dateien liest, oder füge die Metadaten selbst zusammen. Ente’s desktop app can import a Takeout folder and read the metadata files to restore dates and favorites (use the “Separate albums” option to keep albums). For other services, tools such as exiftool or google-photos-exif can write the data back into the files.
  5. Teste zuerst mit einer kleinen Auswahl. Prüfe Datum, Standorte und Alben auf allen Geräten, bevor du die gesamte Sammlung umziehst.
  6. Richte auf deinem Smartphone die automatische Sicherung ein und prüfe, ob neue Fotos ankommen.
  7. Lege geteilte Alben neu an. Berechtigungen zur gemeinsamen Nutzung werden nicht auf den neuen Dienst übertragen. Alben, die du mit anderen teilst, musst du deshalb meist neu einrichten.
  8. Behalte deine Google-Sammlung, bis du das Ergebnis geprüft hast. Erst danach solltest du Inhalte löschen oder deinen Google-Speichertarif verkleinern.

Wenn deine Organisation einen umfassenderen Wechsel weg von US-Clouddiensten plant, hilft unser Ratgeber zum Umstieg von US-SaaS auf europäische Software. Für einen allgemeinen Vergleich von Speicheranbietern findest du in der EU-Checkliste für Cloud-Speicher zwölf Fragen, die du vor dem Kauf stellen solltest.

Wenn du selbst hosten möchtest

This guide is about services you don’t have to run, but self-hosting is an option if you are comfortable with it. Your jurisdiction then depends on where you host.

  • Nextcloud mit Memories: Memories ergänzt Nextcloud um eine Zeitleiste und Alben. Gesichts- und Objekterkennung übernimmt die separate Recognize-App. Laut der Nextcloud-Dokumentation läuft sie vollständig auf deiner eigenen Infrastruktur. Dafür brauchst du entsprechende Ressourcen: etwa 4 GB RAM für das Standard-Backend; empfohlen werden 10 bis 20 CPU-Kerne.
  • Immich: Open-Source-Fotosicherung mit mobilen Apps. Das Team schloss sich 2024 FUTO an (Linuxiac).
  • PhotoPrism: Open Source, ohne eigene native Apps. Du nutzt die Web-App (PWA) oder Drittanbieter-Apps wie PhotoSync (PhotoPrism-Dokumentation).

Um Updates, Backups und Hardware kümmerst du dich selbst. Bei einem verwalteten Dienst übernimmt das der Anbieter.

Privatpersonen, Familien und Unternehmen

Für Familien zählen meist der Preis pro Terabyte, einfaches Teilen und automatische Smartphone-Backups. Prüfe vor der Auswahl, ob die Menschen, mit denen du Fotos teilst, ein eigenes Konto brauchen. Bei Ente lassen sich öffentliche Links laut Anbieter auch ohne Ente-Konto öffnen.

Für kleine Unternehmen sind Zugriffskontrollen, Audit-Logs und Aufbewahrungsregeln wichtiger, besonders bei Fotos aus Kundenprojekten. Welche Pflichten der EU AI Act für Unternehmen vorsieht, hängt von der Funktion und ihrer rechtlichen Einordnung ab – nicht allein davon, ob Fotos mit KI verschlagwortet werden. Mehr dazu liest du hier: So prüfst du europäische KI-Software auf Compliance mit dem EU AI Act.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine kostenlose Alternative zu Google Fotos?

Ja, mit Grenzen. Proton nennt 5 GB kostenlosen Speicher, Ente 10 GB. Bei Google sind es 15 GB, die du dir mit Gmail und Drive teilst. Die kostenlosen Kontingente können sich ändern. Prüfe deshalb die aktuellen Angaben beim Anbieter.

Muss ich bei Zero-Knowledge-Verschlüsselung auf KI-Suche verzichten?

Auf eine Suche, die auf den Servern des Anbieters läuft, musst du verzichten. Suche und Gesichtserkennung auf deinem eigenen Gerät sind weiterhin möglich – zum Beispiel bei Ente.

Kann ich meine Alben beim Wechsel behalten?

Oft ja, wenn das Importtool die JSON-Dateien von Takeout liest. Der Ente-Importer kann Alben als einzelne Alben übernehmen. Geteilte Alben musst du in der Regel von Hand neu einrichten.

Funktionieren diese Dienste mit iPhone- und Android-Backups?

Proton und Internxt geben auf ihren Seiten an, dass ihre iOS- und Android-Apps Fotos automatisch sichern können. Ente bietet mobile Apps und Desktop-Apps. Prüfe vor deiner Entscheidung den App-Store-Eintrag des jeweiligen Dienstes für dein Gerät.

Ist Google Fotos nicht DSGVO-konform?

Die Nutzung von Google Fotos verstößt nicht automatisch gegen die DSGVO. Entscheidend sind unter anderem Rechtsgrundlage, Transparenz, Verträge, Schutzmaßnahmen und die Regeln für internationale Datenübermittlungen.

Sind Immich oder PhotoPrism ein geeigneter Ersatz?

Beides sind Open-Source-Fotoplattformen mit Zeitleiste und Gesichtserkennung. Immich hat mobile Apps, PhotoPrism nutzt eine Web-App oder Apps anderer Anbieter. Dafür musst du dich selbst um Hosting, Wartung und Backups kümmern.

So findest du die passende Alternative

Am Ende zählen drei Fragen: Welcher Rechtsraum kommt für dich infrage? Möchtest du Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und bist du bereit, dafür auf KI-Suche in der Cloud zu verzichten? Und wie wichtig sind einfaches Teilen und automatische Synchronisierung für die Menschen, mit denen du Fotos teilst? Bei Familien geben meist der Preis pro Terabyte und die einfache Freigabe den Ausschlag. Für Unternehmen sind ein dokumentierter Speicherort der Daten und die Einbindung in die vorhandene europäische Softwareumgebung oft wichtiger als Komfortfunktionen.

Die Angaben zu den Anbietern stammen von deren eigenen Websites und aus den oben verlinkten Quellen. Preise, kostenloser Speicher und Funktionen können sich ändern. Prüfe die aktuellen Angaben beim Anbieter, bevor du kaufst oder umziehst.

Christian
Experte für Webentwicklung und Online-Marketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von EuroBoxx & Trackboxx.
Das könnte dich auch interessieren

Sponsor

Entdecke europäische Software