Agentur oder Freelancer beauftragen? Die Vor- und Nachteile im Überblick

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Suchmaschinenoptimierung, Webdesign, Programmierung, App-Entwicklung und Werbetexte: Für all diese Online-Dienstleistungen gibt es spezialisierte Agenturen, aber auch unzählige selbstständige Freelancer. Für Auftraggeber stellt sich daher die Frage: Soll ich für mein Projekt einen Freelancer oder eine Agentur beauftragen? In diesem Artikel schauen wir uns die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten genauer an.

Agenturen und Freelancer im Online-Bereich: Wen solltest du beauftragen?


Zunächst gibt es auf beiden Seiten gute und schlechte Dienstleister – sowohl unter Freelancern als auch unter Agenturen. Viel wichtiger als die Entscheidung „Agentur oder Freelancer“ ist es, das konkrete Portfolio anzusehen und die Qualität früherer Arbeiten zu beurteilen. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Die Redewendung „Qualität hat ihren Preis“ trifft im Bereich der Online-Dienstleistungen zwar bis zu einem gewissen Grad zu, aber für gute Ergebnisse musst du nicht immer ein Vermögen ausgeben.

Die Vorteile von Freelancern


Freelancer arbeiten selbstständig und sind nicht bei einer Agentur angestellt. Da sie in der Regel keine großen Büros finanzieren und keine komplexen Strukturen unterhalten müssen, kosten ihre Leistungen oft weniger als die großer Agenturen. Trotzdem können sie genauso gute Ergebnisse liefern, denn sie sind Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet.

Laut dem iBusiness-Honorarleitfaden können Freelancer bis zu 17 % weniger kosten als Agenturen.

Direkter Kontakt und geringere Kosten


Ein weiterer Vorteil von Freelancern ist die direkte Kommunikation. Bei einer Agentur sprichst du oft nicht direkt mit der Fachkraft, die dein Projekt bearbeitet. Bei einem Freelancer weißt du immer genau, mit wem du zu tun hast. Außerdem kannst du bei Agenturen nie sicher sein, ob sie dein Projekt am Ende an einen Freelancer auslagern und dir eine zusätzliche „Vermittlungsgebühr“ berechnen. Diese hättest du dir sparen können, wenn du den Freelancer direkt beauftragt hättest.

Die Vorteile von Agenturen


Wenn du eine Agentur beauftragst, hast du in der Regel eine zentrale Ansprechperson für alles. Du musst nicht mit mehreren verschiedenen Personen kommunizieren, um dein Online-Projekt zu starten oder zu optimieren.

Wie du siehst, spielen auch persönliche Vorlieben bei der Entscheidung zwischen Agentur und Freelancer eine Rolle.

Werbeagenturen bieten normalerweise Webdesign, Werbetexte, SEO, Hosting und weitere Leistungen aus einer Hand an. Das ist ein großer Vorteil: Websites brauchen, ähnlich wie Filme oder Musik, eine Art Regisseur oder Produzent, der die einzelnen Elemente zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammenführt. Fehlt diese „Regie“ und möchtest oder kannst du diese Rolle nicht selbst übernehmen, entsteht womöglich ein zusammengewürfeltes Projekt, bei dem jeder nur sein eigenes kleines Stück beigetragen hat.

Qualität und Zuverlässigkeit


Ein weiterer Vorteil einer Agentur ist die Sicherheit, dass das Projekt tatsächlich abgeschlossen wird. Wird ein Freelancer krank oder fällt aus, musst du möglicherweise schnell Ersatz finden. Agenturen arbeiten dagegen mit mehreren Beschäftigten oder haben Zugriff auf einen größeren Pool von Freelancern, deren Fähigkeiten sie bereits kennen und denen sie vertrauen.

Das wirkt sich auch auf die Qualität aus. Weil Freelancer oft weniger verdienen, fühlen sich viele gezwungen, jedes Projekt anzunehmen. Gleichzeitig wünschen sich Kunden natürlich eine schnelle Umsetzung. Das kann dazu führen, dass Freelancer nach einem vollen Arbeitstag bis spät in die Nacht weiterarbeiten – keine gute Voraussetzung für hochwertige Ergebnisse. Fairerweise lässt sich dem entgegenwirken, indem du Freelancern mehr Zeit gibst oder etwas mehr bezahlst.

Ein dritter Vorteil: Bei größeren Agenturen, die als Unternehmen in einer Rechtsform wie GmbH, UG, OHG oder KG tätig sind, muss der Auftraggeber die für selbstständige Kreative geltende Künstlersozialabgabe nicht zahlen. Das allein rechtfertigt die Beauftragung einer Agentur zwar nicht, zumal Agenturen meist ohnehin teurer sind. Bei großen Projekten mit hohen Rechnungsbeträgen kann dieser Punkt aber eine Rolle spielen.

Sonderfall: Agenturen für hochspezialisierte Online-Dienstleistungen


Neben Full-Service-Werbeagenturen, die mehrere Bereiche des Online- und Offline-Marketings abdecken, gibt es Agenturen mit sehr eng umrissenen Spezialgebieten. Ihr Vorteil: Mehrere Fachleute arbeiten gemeinsam an einer bestimmten Art von Projekt. Es gibt zwar keine übergreifende „Regie“, aber wenn mehrere Experten die Arbeit prüfen, führt das meist zu höherer Qualität. Die Kosten liegen über denen eines Freelancers, doch häufig lohnt sich die Investition. Das kann auch gelten, wenn du einen hochspezialisierten Freelancer beauftragst.

Fazit: Es kommt auf den Einzelfall an


Brauchst du nur ein paar gute Artikel für einen Unternehmensblog oder einen anderen Blog, ist ein freier Autor, Redakteur oder Journalist mit passender Spezialisierung oft die beste Wahl. Die Kosten sind meist niedriger als bei einer Agentur, und die Qualität ist hoch – vorausgesetzt, du wählst den Dienstleister sorgfältig aus und zahlst ein faires Honorar, statt Schnäppchenpreise zu erwarten.

Braucht deine Website vor dem Schreiben zunächst ein überzeugendes Inhaltskonzept, kann eine Content-Marketing-Agentur oder Textagentur die bessere Wahl sein. Auch SEO-Agenturen spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie helfen nicht nur bei der Erstellung von Inhalten, sondern auch bei anderen wichtigen Aspekten der Suchmaschinenoptimierung.

Christian
Experte für Webentwicklung und Online-Marketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von EuroBoxx & Trackboxx.
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